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21.02.2025
Lichtstubenabend: Witzig, spritzig, wonderfitzig – oifach schwäbisch!

Mal nicht nur „selber schwätza“, sondern auch „schwätza lassa“, unter diesem Motto stand der Lichtstubenabend am vergangenen Freitag, 21.2.2025. Werner Schelling hatte angeboten Gedichte und Prosa in schwäbischer Mundart zu Gehör zu bringen und 17 am Dialekt interessierte Dußlinger/-innen folgten der Einladung.
Zuerst wurden uns das Büchlein, aus dem anschließend vorgelesen wurde sowie der bereits 1955 verstorbene Autor desselben etwas näher gebracht, anschließend bekamen wir Ausdrucke mit der Überschrift „Schwäbisch für Fortgeschrittene“, auf denen diverse Wortschöpfungen aus den Gedichten aufgeführt waren. Hier zeigte sich, dass bei den in der Mundart der rauen Alb verfassten Texten doch hin und wieder Klärungsbedarf vorhanden war. Aber Werner war gut vorbereitet, hatte recherchiert, konnte die meisten Begriffe erklären und hatte auch das Aussprechen und Vorlesen geübt und so kamen ihm die nachfolgenden Sätze ziemlich flüssig über die Lippen.

So wurden wir zu Beginn des Lichtstubenabends humorvoll über ein Gespräch zwischen einem pfiffigen „Schbatza“ (Sperling) und einem eitlen „Schwälble“ (Schwalbe) informiert, bekamen zu hören, wie der clevere „Mausjakob“ dafür sorgte, dass es immer ausreichend Mäuse gab, die ihm einen zusätzlichen Nebenverdienst sicherten; aber es wurde unter den Anwesenden auch heftig diskutiert, was wohl das Wort „Visedazeo“ bedeutete. Mittlerweile sind wir alle gescheiter und wissen, dass die „Visitation“ damit gemeint war.
Nach einer längeren Pause, in der das Gehörte nochmals aufgearbeitet wurde und Raum für sonstige Gespräche und Diskussionen war, wurden uns drei köstliche Prosatexte vorgelesen, die, wie schon zuvor die Gedichte, wieder für viel Gelächter sorgten. Da war der knitze „Büschalesma‘“, der beim Abzählen der Büschele, die fürs Heizen im Winter gedacht waren, sich zwischendurch immer wieder mit seiner Käuferin unterhielt und es dadurch mit dem Zählen nicht so genau nahm. Und auch die „D Fuierwehr vo Plattahardt“ hatte so ihre Probleme mit dem schnellen Löschen ihrer Brände.

Im Anschluss an die heiteren Texte, blieb man noch eine Zeitlang gemütlich beisammen, bevor die Gäste gegen 23.15 Uhr nach Hause aufbrachen.
Lieber Werner, wir waren alle begeistert von den hervorragend vorgetragenen schwäbischen Reimen und Geschichten, die uns einen kurzweiligen und sehr fröhlichen Abend beschert haben. Herzlichen Dank dafür und falls Du dazu bereit bist, können wir das gerne einmal wiederholen!