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Natur - Heimat - Wandern

Albfreunde

18.06.2023

Wanderung zur Burg Teck und nach Gutenberg

An der Sibyllenhöhle

Trotz der angekündigten Hitze trafen sich am vergangenen Sonntag zehn wackere Wanderer pünktlich zur Abfahrt nach Owen, obwohl zwei von ihnen unmittelbar vorher noch daran zweifelten, ob sie sich das wirklich antun wollten. Am Wanderparkplatz angekommen starteten wir mit dem schweißtreibenden Aufstieg auf schmalen, steilen Pfaden im Wald zur Burg Teck.

Dort angekommen erfuhren wir, dass dort ein Konzert von „De Selle a kloina Blosmusik“ stattfinden sollte. Kaum hatten wir die dringend notwendigen Getränke geholt, begann die Ü60 Boygroup auch mit dem Aufbau der Instrumente auf einer improvisierten Bühne in unserer direkten Nachbarschaft. Wir konnten glaubhaft versichern, dass wir schweren Herzens auf den unzweifelhaft herausragenden Kunstgenuss verzichten mussten, da wir noch eine sehr weite Strecke vor uns hatten.

Also wurden wir unmittelbar vor Beginn des Konzerts per Mikrofon verabschiedet, als wir uns zur Sibyllenhöhle aufmachten. Selbstverständlich ließen wir es uns trotz lästiger Insekten am Eingang nicht nehmen, die Höhle zu besichtigen, bevor wir unseren Weg über den Teckberg fortsetzten.

Am Gelben Fels machten wir den nächsten Halt und besichtigten die Fundamente einer ehemaligen Flugzeughalle mit Startrampe für Segelflugzeuge aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Segelflug-Pioniere zogen ihre in Einzelteile zerlegten Flugzeuge an Seilen aus dem Lenniger Tal nach oben und beuten sie dort zusammen, bevor sie starten konnten.

Ein Stück weiter unterhalb des Gelben Fels, kamen wir zur Veronikahöhle. Aber nur ein Teilnehmer wagte es tatsächlich, über den steilen Hang zum Höhleneingang zu klettern.

Über dem Lenninger Tal

Kurz darauf erreichten wir den Grillplatz, an dem wir uns – natürlich ohne Feuer im Schatten stärkten.

Das war auch nötig, da nun der zweite steile Anstieg zur ehemaligen unteren Diepoldsburg, heute Ruine Rauber genannt. Nachdem wir den Ausblick über das Dettinger Tal bis ins Neckartal nach Plochingen und ins Filstal genossen hatten, ging es gemütlich weiter bis zum höchsten Punkt der Strecke, dem Hofgut Diepoldsburg. Bisher waren wir nur im Wald unterwegs gewesen. Von hier an brauchten wir keine Steigung mehr um ins Schwitzen zu kommen. Glücklicherweise ging es keine zwei Kilometer über offenes Feld, bis wir wieder Wald erreichten und erst einmal eine Getränkepause dringend nötig hatten.

Von da an ging es leicht bergab bis zu den Gutenberger Höhlen, die in der Jungsteinzeit besiedelt waren. Hier werden auch Führungen angeboten, für die es aber zum Leidwesen unserer Höhlenliebhaberin zu spät war.

Nun war es nur noch ein kurzer aber steiler Pfad bis zu unserem Ziel, dem Wanderparkplatz Tiefental in Gutenberg. Da es seit Corona keine geöffnete Gastronomie mehr in Gutenberg gibt, gebührt Agnes besonderer Dank, da sie nicht nur unsere Fahrer zurück zu den Autos brachte, sondern auch ein Buffet mit kalten Getränken aufgebaut hatte, an dem wir uns die Zeit bis zur Abfahrt vertreiben konnten.

  • An der Ruine Rauber

  • Vor dem Aufstieg zur Burg Teck