Radgruppe
31.05.2026
Mit dem Pedelec zu den Römern
13 Radler/-innen trafen sich am letzten Tag im Mai zur gemeinsamen Ausfahrt nach Hechingen-Stein. Kurzbehost und sonnenbebrillt startete man um 10.30 Uhr in Richtung Nehren, dann ging’s weiter über Mössingen und Belsen bis Hechingen-Stein, welches für die geplante Mittagspause um Punkt 12.00 Uhr erreicht wurde. Im dortigen Hotel erwartete man uns schon und hatte eine lange Tafel eingedeckt. Innerhalb kurzer Zeit hatten alle die gewünschten Getränke und Mahlzeiten vor sich stehen und der genussvollen Pause stand nichts mehr im Wege.
Gestärkt wurden die letzten 5 Minuten zur Villa Rustica in Angriff genommen, wo uns noch weitere vier geschichtsinteressierte Teilnehmer/-innen erwarteten, die mit dem Auto angereist waren.
Da unser Organisator Reiner Futter selbst aktiv an den Ausgrabungen und am Geschehen rund um die Anlage beteiligt war und ist, bekamen wir eine exklusive Führung über das große Gelände mit vielen spannenden Informationen. So überraschte er uns z.B. mit der Aussage, dass die Römer ihre Gebäude und Denkmäler gerne farbenprächtig gestaltet haben, was u.a. an der Rekonstruktion der Jupitergigantensäule im Heiligen Bezirk zu sehen war. Auch wie die damals schon vorhandene Fußbodenheizung funktionierte beeindruckte uns sehr und aufgrund Reiners Mitarbeit im Römischen Freilichtmuseum bekamen wir sogar die sonst nicht zu besichtigende Fläche zu sehen, an der momentan gearbeitet und gegraben wird. Anscheinend hat auch der Asterix-Zeichner Didier Conrad schon die Villa Rustica in Augenschein genommen, anders kann man sich die Ähnlichkeit des Gebäudes in seinem Comic „Der Papyrus des Cäsar“ fast nicht erklären.
Dank vielen wissenswerten Informationen verging die Zeit auf dem weitläufigen Gelände mit vielen Repliken, aber auch originalen Fundstücken und Gemäuern wie im Flug und als sich am Himmel ein paar bedrohliche Wolken türmten und es zu tröpfeln begann, wurde beschlossen, dass man sich beim Museums-Kiosk im überdachten Bereich noch ein Getränk oder einen Kuchen gönnte, bis der vermeintlich einsetzende Regen sich verzogen hat. Als wir jedoch an der kleinen Wirtschaft ankamen, war es bereits wieder trocken und so genoss man Kaffee und andere Köstlichkeiten im Freien, bevor wir durch den Wald, Oberhausen, Bodelshausen und Ofterdingen wieder nach Hause radelten. Nach 37 Kilometern kamen wir mit viel neuem Wissen, ohne nennenswert nass zu werden und sehr zufrieden wieder in Dußlingen an.
Ein herzlicher Dank geht an Reiner Futter für die spannende Zeitreise zurück zu den Römern sowie die nahrhaften Zwischenstopps und die Organisation der Ausfahrt.