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Natur - Heimat - Wandern

22. Juni 2019 - Alle Gruppen

Sonnige Wanderwoche im Elbsandsteingebirge

Ankunft am Hotel in Zehista

vom 22. bis 29. Juni 2019

Samstag, 22. Juni

Mit 44 Teilnehmern startete der Bus um 7.30 Uhr zur mittlerweile 23. Wanderwoche. Diesmal ging es nach Pirna-Zehista, unserem diesjährigen Standort für 8 Tage. Ohne Stau und mit einer Frühstückspause an der Autobahnraststätte Wunnenstein mit Kaffee und Selbstgebackenem sowie der Mittagsrast im Gasthof „Zur Traube“ im fränkischen Plech erreichten wir unser Hotel „Zur Post“ gegen 16.45 Uhr und bezogen die Zimmer.

Während die einen sofort das Hallenbad stürmten, genossen die anderen das erste kühle Getränk im Freien, bevor man sich um 19.00 Uhr zum ersten gemeinsamen Abendessen im Restaurant versammelte. Im Anschluss wurde uns im Tagungsraum vom Chef des Hauses, Herrn Michaelis, das Hotel und dessen Historie vorgestellt, dann gab es ein Gläschen Willkommens-Sekt und abschließend ein Video, in dem die nähere Umgebung mit ihren Sehenswürdigkeiten gezeigt wurde.

Bielatal - beim Aussichtsfels Johanneswacht

Sonntag, 23. Juni

Nachdem sich alle am reichlich bestückten Frühstücksbuffet gestärkt hatten, starteten wir zu unserem ersten Tagesausflug ins wildromantische Kletter- und Wandergebiet Bielatal. 11 Teilnehmer machten mit Karl Heinz und Monica entlang des Flüsschens Biela und später auf der Straße in Richtung Schwedenhöhle, Verlassene Wand eine Tour von insgesamt ca. 4 km, bevor sie um 12.00 Uhr das vorbestellte Essen im Gasthof Ottomühle einnahmen. Die restlichen 33 Teilnehmer gingen über den Bielagrund hoch zum Aussichtsfels Johanniswacht und von dort weiter zum Sachsenstein, der von ca. der Hälfte der Gruppe mit Hilfe von Leitern erklettert wurde.

Weitwanderer auf der Kaiser-Wilhelm-Feste

Nach dem Rückweg ins Tal über den Aussichtspunkt „Nachbar“ nahmen 15 Personen mit Birgit ab der Schweizermühle den direkten Rückweg zur Ottomühle und trafen dort um 13.00 Uhr nach 5½ absolvierten Kilometern zum Essen ein, während die übrigen 18 Wanderer um Rolf noch über den Bertablick, den Rosengarten sowie die Kaiser-Wilhelm-Feste und über die Felsengasse nach ca. 7½ km den Gasthof um 14.00 Uhr erreichten.

Zurück im Hotel ließen es sich einige nicht nehmen, trotz Dauer-Sonne und stetig steigenden Temperaturen, noch eine Runde in der Sauna weiterzuschwitzen, während andere sich im Hallenbad äußerlich bzw. vor dem Hotel innerlich abkühlten. Das anschließende 3-Gänge-Wahl-Menü ließ (hoffentlich) keine Wünsche offen und danach ließ man den Abend gemütlich im Biergarten oder im hoteleigenen Park ausklingen.

Fahrt mit der historischen Kirnitzschtalbahn

Montag, 24. Juni

An diesem Tag fuhren wir mit dem Bus nach Bad Schandau, wo wir gemeinsam mit der historischen Kirnitzschtalbahn bis zur vorletzten (große Tour) bzw. zur letzten Haltestelle am Lichtenhainer Wasserfall fuhren. Während 4 Teilnehmer anschließend wieder zurück zum Ausgangspunkt am Kurpark fuhren, durchs Städtle bummelten und mit Hilfe des historischen Aufzugs selbiges von oben betrachteten, wanderten 10 Personen eine Runde von 3,5 km über das Felsentor Kuhstall und zurück zur Bahn. Die restliche Gruppe musste kurzfristig wegen Borkenkäferbefalls umdisponieren und eine „Umleitung“ laufen, die ihnen insgesamt 350 statt 200 Hm und über 1.000 Stufen auf- und abwärts sowie insgesamt 8,5 km Streckenlänge bescherte.

Felsentor Kuhstall

Mit einigen Pausen und verspätet kamen auch diese Wanderer am „Kuhstall“ an und wurden danach vom Busfahrer direkt an der Endstation der Kirnitzschtalbahn abgeholt, da der Zeitplan durch die ungeplanten Umwege etwas ins Wanken geraten war. Nach der Rückkehr und dem gemeinsamen Abendessen ging es geschlossen hoch in den Hotelpark, wo wir alle Tische und Bänke zu einer langen Tafel aufstellten und den Tag mit zuvor gekauften Getränken und Knabbergebäck bei Gesang sowie angeregter Unterhaltung und der Anwesenheit von teilweise sehr beißwütigen Stechmücken ausklingen ließen.

Freizeit - hier Blick in den Zwinger

Dienstag, 25. Juni

Um 9.00 Uhr startete unser Bus in Richtung Dresden. Auch der heutige Tag versprach wieder heiß zu werden. Kurz vor 10.00 Uhr erreichten wir den Bushalteplatz am Zwingerteich, wo wir uns mit unserem gebuchten Stadtführer Maik Nollain trafen, der uns zuerst ein Stück entlang des vorgenannten Sees laufen ließ, welcher ans Zentrum mit der Semperoper und dem Zwinger angrenzte. In sächsischem Slang und ziemlich locker wurde uns Wissenswertes über Stadt und Gebäude vermittelt, bevor wir die Besichtigungstour mit Maik im eigenen Bus fortsetzten. Wir überquerten die Elbe auf der Marienbrücke, fuhren dann zum Albertplatz, anschließend auf der Albertstraße vorbei an der Neustädter Markthalle, über die Carolabrücke zum Pirnaischen Platz, weiter zur Gläsernen Manufaktur und über die berühmte Brücke „Blaues Wunder“ in den Außenbezirk Loschwitz zur ältesten Bergschwebebahn der Welt.

Fahrt mit der Schwebebahn

Dort verabschiedeten wir uns von unserem Stadtführer und ließen uns mit vorgenanntem Beförderungsmittel hoch nach Oberloschwitz bringen, um von dort einen Blick über Dresden und das Umland zu werfen. Nach der Talfahrt und der Rückkehr ins Zentrum per Bus, konnte jeder die sächsische Hauptstadt 3 Stunden lang auf eigene Faust erkunden, hier waren bei +34°C vor allem Schattenplätze und kühle Kirchen gefragt. Nach der Rückkehr ins Hotel und dem Abendessen, diesmal mit einem original sächsischen Dessert, der „Eierschecke“, trafen sich die meisten Teilnehmer anschließend wieder zum Tagesausklang im Biergarten oder im Hotelpark.

Durch die Wilde Klamm

Mittwoch, 26. Juni

Heute erwarteten uns laut Wetterprognose +39°C. Als ob wir es geahnt hätten, führte uns der Ausflug an diesem Tag ins benachbarte Tschechien in die Wilde Klamm und die Edmundsklamm, wo wir uns am Wasser und zwischen den hohen Felsen etwas Schutz vor der Hitze erhofften; zudem gingen die geplanten Wanderungen stetig bergab, so dass sich auch die Anstrengung in Grenzen hielt.

Wie immer wurde um 9.00 Uhr gestartet. Gegen 10.00 Uhr verließen die 8-km-Wanderer, 26 an der Zahl, in Mezní Louka den Bus und wanderten talwärts der Klamm entgegen. Die 14-Mann/Frau-starke 6-km-Truppe startete nahe des Einstiegs zur Felsenschlucht und unmittelbar vor der Bootsanlegestelle der Wilden Klamm, trafen beide Gruppen aufeinander.

Die mittlere Gruppe

Der erste Kahn setzte sich auch alsbald mit seinem tschechischen Gondoliere und 19 unserer Wanderer in Bewegung, die restlichen 21 Teilnehmer mussten ca. 15 Minuten warten, bis auch sie den Weg auf dem Wasser fortsetzen konnten. Mit viel Phantasie und Humor wurde während der 500 m langen Bootsfahrt auf die umliegenden Felsformationen, Wassertiefe und Pflanzen der Klamm aufmerksam gemacht, bevor es anschließend die nächsten 1½ km bis zur Edmundsklamm zu Fuß weiterging.

Während unsere 6-km-Läufer inzwischen bereits im Kahn den nächsten Kilometer auf dem Flüsschen Kamenice unterwegs waren, enterte die 26er-Gruppe einige Zeit später ein Boot ganz für sich alleine und hatte das Glück, einen Mundharmonika spielenden und relativ gut Deutsch sprechenden Führer zu erwischen, so dass die 20-minütige Fahrt sehr amüsant und kurzweilig war, was dem unterhaltsamen Tschechen am Ende ein gutes Trinkgeld einbrachte. Während der Fahrt begegneten wir dem Boot mit unseren 3 Kurz-Wanderern, die in Hřensko in die Klamm eingestiegen war, sich stromaufwärts und anschließend wieder –abwärts schippern ließen und insgesamt 4 km zu Fuß absolvierten.

Um 15.30 Uhr fuhr man gemeinsam zurück zum Hotel, um den Tag wieder mit schwimmen, Sauna, Abendessen und anschließendem gemütlichen Beisammensein ausklingen zu lassen.

Festungsrundgang - 1,7km

Donnerstag, 27. Juni

Nach ausreichender Stärkung am Frühstücksbuffet besuchten heute fast alle (2 Personen legten einen Ruhetag ein) die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz: die Festung Königstein und die Felsformation Bastei. Bereits um 9.20 Uhr parkten wir mit dem Bus direkt vor der Festung und durften diese bis 12.00 Uhr ausgiebig besichtigen. Die Befürchtung, dass in der Zeit Langeweile aufkommen könnte, war unbegründet. Allein 1,7 km war man schon unterwegs, wenn man die Festungsmauer komplett umrundete. Des Weiteren gab es auch diverse Gebäude innerhalb der 9,5 Hektar großen Anlage zu besichtigen, so dass die 2½ Stunden wie im Fluge vergingen.

Bastei

Anschließend fuhren wir weiter nach Rathewalde, wo 29 Teilnehmer den Bus verließen, um noch knapp 4 km bis zur Bastei zu wandern. Simon fuhr mit den restlichen 13 Personen die berühmte Felsformation direkt an. Dort angekommen wurde zuerst die Bratwurstbude gestürmt und ein verspätetes Mittagessen eingenommen. Im Anschluss wurden dann die Viadukt-Brücke und die vielen an- und umliegenden Felsen der Bastei sowie die zugehörige Felsenburg Neurathen in Augenschein genommen. Treppauf und –ab schoben sich kleine Grüppchen von uns an den zahlreich vorhandenen Touristen vorbei und genossen die herrlichen Aus- und Ansichten. Um 16.30 Uhr traten wir die Rückfahrt ins Hotel an.

Blick in den HInterhof auf die Stadtmauer

Freitag, 28. Juni

Einen Tag vor unserer Rückreise ließen wir den eigenen Bus heute stehen. Während eine Person im Hotel blieb, fuhren etwa 10 Teilnehmer mit dem Linienbus direkt nach Pirna, während die restliche Gruppe 4 km über den Aussichtspunkt Kohlberg auf freiem Gelände und durch den Wald zum Stadtzentrum wanderte. Um 11.15 wurden wir von zwei Stadtführern erwartet, von denen jeder eine Gruppe mit je 18 Personen eine Stunde lang über verschiedene Bauwerke sowie Historisches und Aktuelles von Pirna informierten.

Danach war wieder Freizeit angesagt und jeder konnte bis 15.00 Uhr die schöne Innenstadt mit ihren vielen Läden, Cafés und Wirtschaften sowie das Ufer entlang der Elbe auf eigene Faust erkunden. Während einige zu unterschiedlichen Zeiten mit dem Bus zum Hotel in den Vorort Zehista zurückfuhren, wanderten die anderen wieder auf dem gleichen Weg wie am Vormittag retour und hatten somit 8 km absolviert. 5 „Unersättliche“ machten zusätzlich noch einen Umweg über die Gedenkstätte Sonnenstein, so dass sie am Ende ca. 10½ km gewandert waren. Nach dem wie immer sehr leckeren Abendessen ließen die meisten den Abend gemütlich im Hotelpark ausklingen und genossen die letzten Stunden in der idyllisch gestalteten Anlage.

Abschiedsfoto im Hotelpark

Samstag, 29. Juni

Um 9.00 Uhr starteten wir nach einem herzlichen Abschied vom Hotel-Personal, einem Abschlussfoto mit der ganzen Gruppe sowie einem persönlichen Abschied von Waltraud, die im Juli aus Dußlingen wegzieht und jeden noch mit einem Schokoherz bedachte, in Richtung Heimat. Die Mittagsrast machten wir abermals im „Landgasthof Traube“ in Plech, wo bereits das Essen vorbestellt war und wir schon freudig erwartet wurden. Nach deftiger und reichlicher Hausmannskost ließ sich auch die restliche Strecke mühelos bewältigen und gegen 17.45 Uhr kamen wir nach 8 erlebnisreichen, sonnigen Tagen wieder wohlbehalten in Dußlingen an.

Ein herzliches Dankeschön allen Teilnehmern für Eure Zuverlässigkeit und dass Ihr alles ohne „Wenn und Aber“ mitgemacht habt. Christine, Karl Heinz und Monica ganz lieben Dank für die Verwaltung der Finanzen und die Begleitung der laufschwächeren Mitwanderer und dem besten aller Busfahrer, unserem Simon, einen donnernden Applaus, dass er stets da mit dem Bus stand, wo er gebraucht wurde und uns sicher und unfallfrei durch die ganzen 8 Tage chauffiert hat,

Birgit und Rolf