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Natur - Heimat - Wandern

21. Oktober 2018 - Albläufer - Hauptgruppe

Steine sind langweilig? Von wegen!

Erste Informationen

Am Sonntag, 21.10.2018, machten sich 15 wanderfreudige Frauen und Männer um 9.30 Uhr von Dußlingen aus auf den Weg nach Dettenhausen, wo sie sich am Sportplatz mit acht befreundeten Einwohnern des Ortes trafen, darunter ein Kind sowie Wanderführer Helmut Pfeiffer. Dieser hatte nicht nur eine wunderschöne Tour über den Bezenberg vorbereitet, sondern sich auch viel Hintergrundwissen über das Sandsteinvorkommen im Schönbuch angeeignet, so dass an diesem Tag sowohl die Füße als auch der Kopf beansprucht wurden.

Entlang des Flüsschens Schaich, vorbei an zwei mit Sandstein errichteten Gebäuden der Bodenseewasser-Versorgung ging es am Steigweiher auf den Premiumwanderweg Herzog-Jäger-Pfad bis zur Walddorfer Brücke. Anschließend wanderten wir die Brünnelessteige hoch, wo wir auf den Abteilungsstein „Vord. Sülzleswasen“, „Schrankenhau“, „Unt. Ochsenschachen“, „Backofen“, „Pirsch-Allee“ stießen.

MIttagsrast an der Blockhütte

Wir zweigten ab auf das Hoppelesklingensträßle und wanderten unserem Mittagsziel, dem Grillplatz Blockhütte, entgegen. Zuvor zeigte uns Helmut jedoch abseits des Weges noch eine ehemalige Abbaugrube und die dort liegenden Bruchstücke von alten Mühlsteinen sowie einen vermutlich abgerutschten Mühlstein im darunter liegenden, ausgetrockneten Bachbett.

Nach einer sonnig-gemütlichen Pause ging es gestärkt weiter und es gab erneute Fakten in Sachen „Stubensandstein“. So erfuhren wir, dass das z.B. das Ulmer Münster mit Steinen aus dem Schönbuch saniert wird, dass nicht jeder Sandstein in seiner Beschaffenheit dafür geeignet ist und dass die vorhandenen Abbauplätze zu wichtigen Sekundärstandorten für Tier- und Pflanzenarten werden können. Zu unserem Erstaunen entdeckten wir auch ein verzaubertes Waldstück, denn hier wuchs doch tatsächlich Schokolade auf den Bäumen! Des Rätsels Lösung: Ehefrau und Tochter des Wanderführers hatten die Bäume links und rechts des Weges mit süßen Leckereien behängt, die wir uns gerne zum Nachtisch schmecken ließen. Eine wirklich nette Idee!

Beim neuen Steinbruch

Nach der Besichtigung des neuen Steinbruchs, in dem seit 2015 von November bis Februar Steine für das Münster abgebaut werden und vorbei an einem 154 Jahre alten Mammutbaum ging es zurück nach Dettenhausen. Dort saßen wir noch eine Zeitlang vor dem Vereinsheim des Roten Kreuzes, dem alle unsere auswärtigen Mitwanderer angehörten, bevor wir zum gemütlichen Abschluss ins Hotel Lamm-Alte Post aufbrachen.

Wir bedanken uns herzlich bei Helmut Pfeiffer für die spannenden, lehrreichen und auf sehr schönen Wegen gewanderten 13 Kilometer und bei seiner Familie für die Unterstützung/Mithilfe beim Grillen und den süßen Baumbehang.

  • Dem Herzog-Jäger-Pfad entgegen

  • Bei der Walddorfer Brücke

  • Am Abteilungsstein

  • Alte Abbaugrube mit Bruch-Mühlsteinen

  • Beim Schokolade plücken

  • Die Gruppe beim Mammutbaum

  • Sonnenbad vorm Rot-Kreuz-Heim